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Echte Orientteppiche: Ein Stück wertvolle Handarbeit

Echte Orientteppiche: Ein Stück wertvolle Handarbeit
04 Juli 2017

Heute werden Teppiche meist maschinell hergestellt und unterscheiden sich damit deutlich von handgearbeiteten Stücken. Handgefertigte Perser erreichen eine extrem hohe Dichte der Knoten, die die Lebensdauer deutlich verlängert und die Schmutzempfindlichkeit klar verringert im Vergleich zu ihren maschinell hergestellten Pendants. Das jahrhundertealte Handwerk des Teppichknüpfens ist eines der Ruhe und Gelassenheit, des präzisen Auges und der Detailverliebtheit. Dies hat natürlich seinen Preis, denn manch ein Teppich aus dem Orient dauert über ein Jahr lang zu knüpfen. Zudem führen steigende Lohn- und Materialkosten zu höheren Verkaufspreisen. Doch gerade deshalb ist ein echter Orientteppich eine gute Investion. Warum noch erfahren Sie hier.

 

Die Geschichte des Orientteppichs

Schon vor vielen hunderten Jahren begannen Nomadenvölker Teppiche für den Alltagsgebrauch zu fertigen. In ihren Zelten verwanden sie diese als Decken, Wandbehang oder Sitzplatz. Das Handwerk des Teppichknüpfens nahm seine Anfänge in vorchristlicher Zeit im Orient. In der Folgezeit wurden in fast allen Ländern der alten Welt Teppiche per Hand geknüpft, die als Statussymbole galten als auch zum Alltagsgebrauch  benutzt worden. Erst im Mittelalter fanden die wertvollen Teppiche ihren Weg nach Europa, wo sie fortan in den Häusern reicher Handelsleute oder den Palästen der Herrscher zu finden waren. Auch heutzutage gelten Orientteppiche und besonders Perser als kostbare Ware, die seinen Preis verdient hat. So wurde etwa ein alter Perserteppich aus Keshan – einer Teppichprovenienz im Iran – für sage und schreibe sieben Millionen Euro bei Christie’s versteigert.

 

Wie wird ein Orientteppich hergestellt?

Orientteppiche werden per Hand an Webstühlen geknüpft und unterscheiden sich deutlich in Qualität und Lebensdauer zu industriell gefertigten Teppichen. Grob gesagt gibt es zwei Arten von Orientteppichen: an senkrechten Rahmen geknüpfte und an horizontalen gewebte. Erstere werden in feinster Kleinarbeit geknotet. Dabei werden Kettfäden in Längsrichtung und Schussfäden in quer verlaufender Richtung eingebracht. Die Knüpfer knoten dann um Kette und Schuss je nach Machart ihre Knoten, sodass das gewünscht Muster entsteht. Im Gegensatz dazu werden Kelims an horizontalen Webstühlen flach gewebt. Diese von Nomaden gefertigten Teppiche sind zumeist gröber und deutlich flacher in ihrer Machart und sehen von vorne wie hinten gleich aus, sodass beide Seiten genutzt werden können.

Ist ein Teppich fertigt geknüpft oder gewebt wird er durch Scherung auf eine einheitliche Länge gebracht. Zudem wird der fertige Orientteppich gewaschen und gereinigt, bevor er in den Handel gelangt.

 

Woher kommen Orientteppiche?

Orientteppiche kommen aus dem gesamten Orient sowie China. Dabei werden die edelsten in Provinzen des Iran gefertigt. Dort, aus dem Persischen Reich kommen die bekanntesten und wohl hochwertigsten Perserteppiche. Weltbekannt sind etwa Isfahan, Keschan oder Nain. Aber auch aus anderen Regionen kommen teure Teppiche. Handgeknüpfte Orientteppiche sind weltweit für ihre Langlebigkeit bekannt und geschätzt. Per Hand geknüpfte Teppiche sind deutlich wertvoller als ihre industriell gefertigten Pendants. Ob ein Teppich per Hand geknüpft wurde, ist für den Laien teilweise schwierig zu erkennen. Bei Nain Trading finden Sie nur handgeknüpfte Originalware, sodass Sie sich keine Sorgen machen müssen einen „Fake“ zu kaufen. Als traditionelles Familienunternehmen besteht direkter Kontakt zu den Teppichknüpfern und somit genaues Wissen über die Herkunft jedes einzelnen Teppichs.

 

Die Materialien echter Orientteppiche

In früheren Zeiten wurde von Teppichknüpfern regionale Wolle verknüpft, die von den eigenen Schafsherden stammte. Heutzutage wird auch importierte Wolle verwandt. Dabei sind natürlich große Qualitätsunterschiede zu verzeichnen. Besonders feine Teppiche bestehen etwa aus Korkwolle, die sehr weich ist und ausschließlich aus der Halsregion von Schafen stammt. Neben Schafswolle wird bei einfacheren Teppichen auch auf Baumwolle gesetzt. Sehr hochwertige Teppiche sind dagegen häufig aus Seide gefertigt. So sind seltene Seidenteppiche aus der iranischen Region Ghom eine Berühmtheit, die hohe Preise erzielen und echte Liebhaber ins Staunen versetzen.

 

Die Muster und Farben

Es gibt eine Vielzahl von Motiven und Mustern auf Orientteppichen. Traditionelle Muster sind Ornamente oder florale und geometrische Darstellungen, die im allover-Design geknüpft werden und von einer Bordüre umrandet sind. Klassische Mittelmedaillons sind ebenso des Öfteren zu finden. Es gibt eine schier unendliche Fülle an Mustern und Farben, die Orientteppiche schmücken. Den Knüpfern ist nur eine Grenze gesetzt: die ihrer Imagination. Einige der bekanntesten Muster sind das Herati-Muster – eine Raute, die eine Rosette umschließt – oder das Boteh-Muster, welches einer geschwungenen Mandel ähnlich ist. 

Das gesamte Farbspektrum findet sich auf Orientteppichen wieder. Traditionell sind rote, blaue und beige Töne. Echte Teppiche aus dem Orient werden in aufwendigen Verfahren mit Naturstoffen eingefärbt. Synthetische Farben sind bei günstigeren Varianten zu finden und besitzen eine geringere Farbtiefe. Somit besitzen handgefertigte und originale Perser nicht nur eine unschlagbare Lebensdauer, sondern auch eine tolle und aufregende Farbtiefe.

  

 

Wie erkenne ich einen echten Orientteppich?

Achten Sie auf vertrauensvolle Händler und Zertifikate. Zudem schauen Sie sich den Teppich genauestens an. Sind Fehler zu finden? Wenn ja, deutet dies auf einen echten Orienteppich hin. Industriell gefertigte Teppiche sind meist fehlerfrei. Des Weiteren sind bei den günstigen Teppichen aus der Industrie Fransen am Ende des Teppichs angenäht. Ein weiterer Hinweis auf Echtheit sind Unterschiede in der Breite eines Teppichs. Echte Perser- oder Orientteppiche aus Handknüpfung weisen sichtbare Unterschiede entlang ihrer Breite auf. Das liegt ganz einfach an der Handarbeit, die sich über Monate hinweg erstreckt. Zudem sagt ein Blick auf die Rückseite eines Teppichs viel über seine Beschaffenheit aus. So kann man bei von Hand geknüpften Teppichen die Anzahl der Knoten pro Quadratmeter zählen. Anhand dieser Messgröße lässt sich die Feinheit, aber auch der Aufwand und damit der Wert eines Orientteppichs bestimmen.

Um ganz sicher zu gehen, empfiehlt sich der Kauf bei einem erfahrenen Händler, der nicht erst seit gestern auf dem Markt ist und der Sie mit seiner Expertise beim Kauf ihres Teppichs bestens beraten kann.

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