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Nain Trading

Perserteppiche

Die Tradition, Teppiche im Iran zu knüpfen, ist uralt. Schon lange bevor Europa seine ersten Manufakturen kannte, wurden dort Teppiche für den täglichen Gebrauch hergestellt.

Am Anfang standen praktische Gründe: Schutz vor Kälte, eine weiche Unterlage, Wärme in den Zelten der Nomaden. Mit der Zeit kamen Muster hinzu, die bestimmte Bedeutungen hatten. Jede Stadt,sowie jede Gegend hat ihre eigene Handschrift entwickelt. Wer sich damit länger beschäftigt, merkt schnell: Ein Teppich aus Nain sieht nicht aus wie einer aus Tabriz, und ein Bidjar hat nichts mit einem Kerman gemeinsam.

In vielen Haushalten liegt ein Perser Teppich noch heute im Zentrum des Wohnraums. Wenn man von einem persischen Teppich spricht, meint man in der Regel einen handgeknüpften Teppich aus dem Iran. Manche sprechen auch allgemein von persischen Teppichen, wenn sie die Vielfalt der Muster und Regionen meinen.

Noch heute knüpfen die Menschen in diesen Regionen nach denselben Methoden wie ihre Vorfahren. Wolle, manchmal Baumwolle, manchmal Seide, wird von Hand zu Knoten verarbeitet, die Millionen Male wiederholt werden, bis ein persischer Teppich fertig ist. Dabei entstehen Stücke, die nicht nur im Iran, sondern weltweit geschätzt werden.

Nain Teppich

In der Stadt Nain, am Rand der Wüste, entstehen handgeknüpften Teppiche, die sofort durch ihre Farben auffallen. Die Knüpferinnen dort verwenden oft helle Töne, Elfenbein und Beige, dazu ein feines Blau. Diese Kombination lässt den Teppich leicht und elegant aussehen.
Was die Knüpfung angeht -sie ist sehr dicht, teilweise über eine Million Knoten auf einem Quadratmeter. Dadurch wirken die Muster fein und genau.

Wenn man ein Teppich Nain genau betrachtet, lassen sich sofort die feinen Blumenornamente und das zentrale Medaillon erkennen. Ein Nain Teppich passt besonders gut in helle Räume, wirkt nicht schwer, bringt Ruhe und Klarheit. Viele nutzen diese Teppichart imSchlafzimmer oder in Wohnräumen mit moderner Einrichtung.

Bidjar Teppich

Bidjar liegt im kurdischen Teil des Iran, und die Teppiche von dort unterscheiden sich stark von anderen Regionen. Sie werden so fest geknüpft und geschlagen, dass man sie „die eisernen Teppiche“ nennt.

Wer einmal einen Bidjar Teppich in der Hand hatte, merkt sofort sein Gewicht. Er ist schwer, dicht und fast unverwüstlich. Die Muster sind meist geometrisch oder streng floral, in kräftigen Rottönen und tiefem Blau.

Ein Bidjar wirkt ernst, massiv und solide. In Räumen mit viel Nutzung – zum Beispiel Fluren, Esszimmern oder Eingangsbereichen – ist er ideal, weil er auch nach Jahrzehnten kaum Abnutzung zeigt.

Viele Familien geben Bidjar Teppiche an die nächste Generation weiter, weil sie praktisch ewig halten.

Sarough Teppich

Sarough liegt im Zentraliran und ist seit langer Zeit für seine Teppiche bekannt. Sie sind robust, halten also auch viel Nutzung aus. Die Muster bestehen meistens aus Blumen, die sich gleichmäßig über die Fläche verteilen. Die Farben sind kräftig, oft rot oder blau.

Ein Sarough Teppich ist vielseitig. Er passt sowohl in ein Wohnzimmer als auch in ein Esszimmer. Durch seine Haltbarkeit wird er oft in Bereichen eingesetzt, die stärker genutzt werden. Viele Familien behalten Sarough Teppiche

Tabriz Teppich

Tabriz, im Nordwesten Irans, gehört zu den bekanntesten Orten für Teppichknüpferei. Schon im 16. Jahrhundert gab es hier Werkstätten, die für den Hof arbeiteten.

Ein Tabriz Teppich ( auch Täbriz Teppich genannt) ist an seiner Präzision zu erkennen.
Die Muster sind sehr klar, fast so, als wären sie gezeichnet. Oft findet man große Medaillons in der Mitte, drumherum Blumenranken, Arabesken oder Jagdszenen.
Manche Teppiche aus Tabriz zeigen auch figürliche Darstellungen, was sonst eher selten ist.

Die Farben sind kräftig, Rot, Blau, manchmal Beige als Ausgleich.
Ein Täbriz Teppich wirkt präsent. Er eignet sich gut für große Wohn- oder Esszimmer, in denen er zur Mitte des Raums wird. Wer ihn sieht, bemerkt sofort die Genauigkeit der Arbeit. In Fachkreisen spricht man deshalb oft vom „klassischen Tabriz-Stil“ . Manche Händler verwenden auch die Bezeichnung Tabriz Iran Teppich.

Isfahan Teppich

Isfahan war in der Zeit der Safawiden eine der wichtigsten Städte für Teppichproduktion, und dieser Ruf hat sich bis heute gehalten. Ein Isfahan Teppich ist oft sehr fein geknüpft, manchmal mit Seide verarbeitet.

Das macht ihn nicht nur haltbarer, sondern gibt den Mustern auch einen Glanz, der in anderen Teppichen selten ist. Typisch sind große Medaillons in der Mitte, die mit feinen Arabesken und Ranken umgeben sind.

Solche Teppiche sind nicht für jeden Raum geeignet. Durch ihre Feinheit und ihren Wert legt man sie selten dort aus, wo viel gelaufen wird.

Sie kommen meist in repräsentativen Räumen zur Geltung, im Wohnzimmer oder in einem Salon. Wer ein Isfahan-Stück besitzt, behandelt es eher wie ein Kunstwerk, auch wenn es ein Gebrauchsgegenstand bleibt. Seine Wirkung entfaltet er vor allem, wenn er genug Platz hat, sodass das Muster komplett sichtbar bleibt.

Keshan Teppich

Keshan ist eine Stadt im Zentraliran, die für ihre Teppiche mit kräftigen Farben bekannt ist. Typisch ist ein großes, rundes Medaillon in der Mitte, das sich deutlich vom Hintergrund absetzt. Umgeben wird es von Blumenmustern, die den ganzen Teppich ausfüllen. Die Hauptfarben sind Rot und Blau, ergänzt durch hellere Töne, die das Muster betonen.

Ein Keshan Teppich wirkt traditionell.
Er passt gut in Räume, die klassisch eingerichtet sind, etwa in ein Esszimmer oder ein Wohnzimmer mit schweren Möbeln. Auch in einem größeren Raum entfaltet er seine Wirkung, weil die kräftigen Farben den Boden lebendig machen.
Viele betrachten den Keshan als den typischen Perserteppich, weil er so stark dem Bild entspricht, das man im Kopf hat, wenn von „einem echten Perserteppich“ die Rede ist.

Moud Teppich

Die Stadt Moud liegt im Osten Irans, und die Teppiche von dort sind an ihren klaren Mustern gut zu erkennen.
Häufig wird das sogenannte Herati-Motiv verwendet: kleine Rauten, in denen Blätter und Blumen eingearbeitet sind. Die Farben sind meist dezent, Beige, Blau oder ein sanftes Rot. Dadurch wirken die Teppiche weder schwer noch unruhig, sondern gleichmäßig.

Ein Moud Teppich passt in Räume,in denen man eine ruhige Grundstimmung haben möchte. Viele legen ihn in Wohnzimmer oder Arbeitszimmer, weil er den Raum zusammenhält, ohne zu dominant zu sein.

Wer sich länger mit dem Muster beschäftigt, bemerkt die Wiederholung, die fast wie ein Rhythmus wirkt. Das macht ihn zu einem Teppich, der besonders gut in Räume passt, in denen man sich konzentrieren oder erholen möchte.

Ghom Teppich

Ghom, auch Qom geschrieben, ist ein vergleichsweise junges Knüpfzentrum, aber die Teppiche von dort sind inzwischen weltberühmt.
Besonders bekannt sind die Stücke aus reiner Seide. Sie sind sehr fein geknüpft, manchmal mit zwei Millionen Knoten pro Quadratmeter. Das ermöglicht Muster, die so detailliert sind, dass man sie fast wie eine Miniaturmalerei betrachten kann.
Die Farben reichen von Gold und Elfenbein bis hin zu Grün oder Blau, oft mit einem fast schimmernden Effekt.
Ein Ghom Teppich ist empfindlicher als ein Stück aus reiner Wolle und wird daher selten im Alltag genutzt. Viele Ghom Teppiche sind aus Seide und dadurch empfindlich. Deshalb legt man sie selten in Bereiche, wo täglich viel gelaufen wird. Oft findet man sie in einem Arbeitszimmer oder in einem Raum, der nicht ständig genutzt wird. Manche Besitzer hängen sie sogar an die Wand, weil sie sie lieber anschauen als betreten.

Mashhad Teppich

Mashhad liegt im Nordosten Irans. Von dort kommen Teppiche, die oft in kräftigem Rot gearbeitet sind, mit dunkelblauen Mustern als Kontrast. Typisch ist ein großes Medaillon in der Mitte, das sich deutlich vom Hintergrund absetzt. Im Handel findet man diese Stücke oft unter der Bezeichnung Mashhad-Teppich.

Ein Mashhad Teppich braucht Platz. Viele dieser Teppiche sind auch sehr großformatig, so sind sie für weite Flächen besonders gut geeignet.

Kerman Teppich

Kerman liegt im Süden des Iran. Teppiche von dort erkennt man sofort an ihren Mustern. Oft sind es Blumen, Blätter oder ganze Sträuße, die sich über die Fläche verteilen. Die Farben sind meist rot und blau, manchmal auch mit helleren Tönen kombiniert. Viele Stücke wirken lebendig, fast so, als ob der Teppich ein Garten auf dem Boden wäre.

Ein Kerman Teppich passt gut in größere Räume. Er kommt dann zur Geltung, wenn man ihn komplett sehen kann, ohne dass Möbel ihn verdecken. Besonders in Wohn- oder Esszimmern macht er sich gut, weil er dort den Raum wärmer und farbiger wirken lässt.

Kaschmar Teppich

Kaschmar liegt im Nordosten Irans, in der Region Khorasan, und hat sich einen besonderen Namen in der Teppichknüpferei gemacht. Anders als viele andere persische Teppiche, die vor allem Blumenmuster oder Medaillons zeigen, erzählen Kaschmar Teppiche oft richtige Geschichten.

Kaschmar Teppiche wirken auf den ersten Blick nicht grell.
Die Farben sind meist etwas zurückhaltend : dunkles Rot, ein erdiges Beige und kräftiges Blau kommen häufig vor. Wenn man länger hinschaut, merkt man, dass gerade diese Mischung den Teppichen ihre besondere Wirkung gibt.

Die Stücke haben etwas Würdevolles, manchmal sogar eine gewisse Schwere, die sie sehr präsent im Raum macht. Ihre Knüpfung ist fein, ohne dabei so filigran zu sein wie die extrem dichten Seidenteppiche aus Ghom oder Isfahan.

Besonders geschätzt werden Kaschmar Teppiche von Sammlern, die nach etwas Ungewöhnlichem suchen. Denn jedes Stück ist nicht nur ein handwerklich wertvoller Teppich, sondern auch ein kulturelles Zeugnis. Im Wohnzimmer oder in einemEmpfangszimmer entfalten sie ihre Wirkung am besten. Manche Besitzer hängen sie sogar an die Wand, weil die bildhaften Szenen wie Kunstwerke betrachtet werden.

Welches ist ein typisches Motiv auf einem Perserteppich?

Blumenmotive sind in vielen Teppichen zu finden. Sie verweisen auf Natur, Fruchtbarkeit und das Leben selbst.
Häufig werden ganze Felder mit kleinen Blüten gefüllt, die an die Gartenkunst Persiens erinnern.
Ein Lebensbaum ist ebenfalls ein verbreitetes Motiv. Er steht für Beständigkeit und wird in manchen Teppichen auch als Hinweis auf das Paradies verstanden.

In vielen Teppichen sind Tiere eingearbeitet. Vögel sieht man oft, sie stehen für Freiheit. Fische findet man ebenfalls, sie gelten in Persien als Zeichen für Glück. Manchmal erscheinen auch Löwen oder Pferde. Diese Motive stehen für Kraft und Stärke.

Wie erkenne ich einen wertvollen Perserteppich?

Wichtige Merkmale sind die Knüpfdichte, die Qualität der Wolle oder Seide und die Klarheit des Musters.
Auch die Rückseite gibt Hinweise : bei einem echten Stück ist das Muster dort deutlich zu sehen.

Wie reinigt man einen Perserteppich?

Ein Perserteppich ist robust, aber er braucht die richtige Pflege.
Am besten wird er regelmäßig abgesaugt, ohne dabei zu stark auf die Fasern zu drücken. Flecken sollte man sofort aufnehmen, am besten mit einem Tuch, das nichts abgibt. Reiben ist schlecht, weil es die Wolle verfilzen kann.

Empfohlene Größen für Perserteppiche

Raum / Nutzung Empfohlene Größe
Wohnzimmer (Sitzgruppe) ca. 300 x 200 cm oder größer
Esszimmer (unter Tisch) ca. 350 x 250 cm
Schlafzimmer (vor dem Bett) ca. 200 x 150 cm
Flur / Eingangsbereich Läufer ca. 300 x 80 cm
Arbeitszimmer / Bibliothek ca. 250 x 170 cm
Repräsentativer Raum kleinere Formate, z. B. 150 x 100 cm oder 200 x 130 cm

Welche Teppichart passt zu welchem Wohnraum?

Ein Nain Teppich ist hell. Die Farben reichen von Beige bis zu einem blassen Blau. Dadurch passt er in Räume, die selbst viel Licht haben. Oft liegt er in Schlafzimmern oder in modernen Wohnzimmern, wo er sich leicht einfügt.

Ein Tabriz Teppich ist detailreich und farblich meist kräftig. Er kommt besser in großen Räumen zur Geltung, weil man dort das Muster vollständig sehen kann. Viele legen ihn ins Wohnzimmer oder ins Esszimmer. Auch in einem Arbeitszimmer passt er, wenn man einen Teppich möchte, der klar wirkt.

Ein Bidjar Teppich ist sehr robust. Er wird in Bereichen genutzt, in denen viel Bewegung ist, zum Beispiel in Fluren, Esszimmern oder Eingängen. Durch die dichte Knüpfung nutzt er sich kaum ab, selbst wenn er stark beansprucht wird.

Ein Moud Teppich zeigt gleichmäßige Muster in helleren Farben. Er wird gern in Wohnzimmern oder Arbeitszimmern ausgelegt. Manche nutzen ihn auch in einer Bibliothek, weil sein ruhiges Muster nicht stört.

Ein Isfahan Teppich ist feiner gearbeitet und enthält oft Seide. Solche Stücke werden nicht in stark genutzten Räumen gelegt, sondern in repräsentativen Bereichen wie einem großen Wohnzimmer oder einem Salon. Dort kann man ihn sehen und schätzen, ohne dass er zu sehr belastet wird.

Ein Keshan Teppich mit seinem Medaillon ist klassisch. Er findet seinen Platz in Wohn- und Esszimmern, die traditionell eingerichtet sind. Die kräftigen Farben machen ihn zu einem festen Bestandteil des Raums.

Ein Ghom Teppich aus Seide ist empfindlich. Deshalb liegt er meist in Räumen, die wenig betreten werden. Manche hängen ihn auch an die Wand. Er wird mehr gesammelt als im Alltag genutzt.

Ein Kerman Teppich hat oft Blumenmuster in kräftigen Farben. Er passt gut in größere Wohn- oder Esszimmer. Dort wirken seine Muster lebendig und füllen den Raum.

Ein Mashhad Teppich ist oft rot und groß. Solche Teppiche legt man in weite Räume, zum Beispiel ein großes Wohnzimmer oder einen Empfangsraum. Dort ist Platz, um das ganze Muster zu sehen.

Ein Sarough Teppich liegt oft in Wohn- oder Esszimmern. Er wird dort auch dann genutzt, wenn der Raum stärker beansprucht ist. Viele dieser Teppiche bleiben jahrzehntelang im Gebrauch und werden innerhalb der Familie weitergegeben.

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